Black Friday – Ein schwarzer Tag für die Umwelt

Shopping bedeutet Glücksempfinden, klar. Besonders in Zeiten, in der der Einkauf im Lieblingsladen um die Ecke alles andere als selbstverständlich ist. Zum Glück gibt es den Online-Handel und fleißige Paketboten. Modeartikel sind dabei die beliebtestes eCommerce Produkte und enthalten immer mehr fossile Kunststoffe, auch wenn sie manchmal als solche gar nicht wahrgenommen werden (z.B. Fleece oder Kunstlederschuhe). Und viele genau jener Moderartikel stehen auch in der Topliste der Erzeuger von Mikroplastik (Schuhe, Textilien sowie die dafür benötigten Kunststoff-Verpackungen).
Unser Wirtschaftssystem ist mittlerweile mehr als 100 Jahre auf fast ausschließlich Öl, Gas und Kohle, also fossile Rohstoffe ausgerichtet. Kunststoffe sind dabei eher als Beiprodukt der Kraftstoffherstellung abgefallen. Man hat zuweilen das Gefühl, die Kunststoffbranche ist richtig stolz darauf, dass weniger als 2% der gesamten Ölförderung in Plastik fließt. Der absolute Verbrauch steigt allerdings kontinuierlich, was eben auch z.T. auf die Herstellung und den Vertrieb von o.g. Massenprodukten zurückzuführen ist.
Schließlich führt die Tatsache, dass der Lieblingsschuh nur noch die Hälfte kostet, nicht dazu, dass die andere Hälfte gespart oder in umweltgerechte Produkte gesteckt wird. Meist wird davon ein zweites Paar Schuhe gekauft oder ein eben anderes Produkt, dass nur deshalb so günstig ist, weil viele andere es auch tragen.

Warum also nicht umweltgerechte Rohstoffe zu fairen Preisen einsetzen? Ist der Schuh doppelt so teuer, bleibt der Umsatz des Herstellers nahezu gleich als wenn er zwei günstige verkauft. Und der Kunde hat ein exklusiveres Produkt. Für die fehlende Umsatzsteuer des nicht verkauften Paares lässt sich sicher auch noch eine Lösung finden.

Bei kommen jedenfalls nur umweltgerechte Produkte in die umweltgerechte Tüte!

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